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Neuer Blog auf https://eappiswitzerland.wordpress.com/

Der EAPPI-Freiwillige Nicolas berichtet über seine ersten sieben Tage als Ecumenical Accompanier!

… und es ist jetzt auch möglich, den neuen Blog https://eappiswitzerland.wordpress.com/ per Mail zu abonnieren!

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Bildung in Palästina

Yanoun ist ein kleines Dorf südlich von Nablus, mit etwa 80 EinwohnerInnen. Hala, eine Yanouni, ist die Tochter von Yassir und Wasfia. Sie hat einen Abschluss von der Nablus Universität in angewandter Chemie. Ihr älterer Bruder ist Ingenieur und arbeitet in Riad. Ihr jüngerer Bruder studiert an derselben Universität Informatik und der Jüngste der Familie beginnt diesen Herbst sein Studium. Die Familie lebt von der Landwirtschaft, sie hat eine kleine Schafherde, ein paar Hühner und ein Stück Land mit Olivenbäumen. Bildung ist wichtig. Die Chancen, nach dem Studium eine Arbeit zu finden, sind gering. Hala sucht bereits seit zehn Monaten eine Stelle. Derweil produziert sie Seife und Cremes im Haus ihrer Familie.

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An Nabi Saleh – “We refuse to die in silence”

Beitragsfoto Bilal Tamimi, @eappi2017

Ich war bereits einmal zu Besuch in An Nabi Saleh. Damals wurden wir von Bilal und Manal Tamimi empfangen. Das Ehepaar gehört zu einer grossen Familie, die alle führend engagiert sind in der Protestbewegung ihres Dorfes. An Nabi Saleh liegt etwa 30 km nordwestlich von Ramallah und zählt 620 Einwohnende. An Nabi Saleh ist bekannt, weil das ganze Dorf seit 2009 jeden Freitag friedlich für ihre Wasserquelle demonstriert. Der Konflikt begann 1976, nachdem Siedler begannen, auf ihrem Land Häuser zu bauen und dabei vom israelischen Militär beschützt wurden. Seither hat An Nabi Saleh zwei Drittel seines Landes verloren. Als ihnen die Siedler 2009 die Wasserquelle wegnahmen, begann das Dorf mit ihrem gewaltfreien Widerstand.

Manal und Bilal erzählen:

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Medizinische Friedensbrücke – Mobile Klinik der Physicians for Human Rights-Israel (PHRI)

(Beitragsbild: Dr. Ruchama Marton von Physicians for Human Rights, ©medico international schweiz)

 Zusammenarbeit EAPPI und Medico International Schweiz

Bereits vor meiner Abreise nach Palästina/Israel nahm ich Kontakt auf mit Medico International Schweiz. Auf ihrer Webseite entdeckte ich das Projekt der Ärzte/innen für Menschenrechte Israel, welches Medico International Schweiz unterstützt. Shirin Amrad, Projektverantwortliche für Palästina, vermittelte mir die entsprechenden Kontakte.

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Ressistance through Art – Besuch im Jenin Friedenstheater

 

Kultur ist ein wunderbares Kommunikationsmittel um Menschen zu bewegen, zu motivieren sich gesellschafts-politisch zu engagieren. Dies habe ich während meinem langjährigen Engagement persönlich erfahren. Deshalb wollte ich während meinem Einsatz in Palästina/Israel unbedingt das Friedenstheater in Jenin, nördlich von Nablus besuchen.

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Tagebuchnotizen der ersten Wochen

Seit drei Wochen bin ich jetzt in Palästina/Israel. Mit zwei Teammitgliedern, A. (GB) und Ch. (A) lebe ich zusammen mit der palästinensischen Bevölkerung für drei Monate in ihrem Dorf in Yanoun.

Yanoun liegt südöstlich von Nablus in einer ländlichen Region. Das Dorf hat 86 Einwohnende, welche von der Landwirtschaft leben. Tierhaltung (Schafe, Kühe, Ziegen, Hühner, Truthähne) und Agrikultur. Das Dorf ist umgeben von wunderschönen Landschaften mit Oliven – und Mandelbäumen, vielen Kräutern und exotischen Pflanzen.

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Happy End in the Holy Land?

Beitragsbild: EA accompanies shepherds during the grazing. ©PhotoEAPPI_AGarcia

 “They are so happy”, tells me our driver.” Why?” I ask back. “Because the settlers did nothing when they saw you”.

Dear Readers, I must confess, my thoughts were mixed in that moment. It went well, I thought, but what if the settlers had started to hit? We would not been able to protect the shepherds. EA’s do not intervene, we are there, protect with our sheer presence, and observe, but we do not engage. From a human point of view, it is not always easy to deal in certain situations with this rule, but this rule has made possible to protect  many people for many years. Protective presence does work, as the following story will show you. The settlers did not attack, because we were there. May we have a happy end in the holy land?

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Frauen im Westjordanland: Vielfalt und Widerstand

Titelblatt: Jede Palästinenserin hat eine Widerstandsgeschichte zu erzählen. ©PhotoEAPPI_AGarcia

„Die Palästinenserin ist nicht nur Tochter, Mutter, Grossmutter, sie ist auch Lehrerin, Psychologin und vieles mehr, und spielt eine essentielle Rolle in unserer Gesellschaft. Sie ist in der Tat der Kern der palästinensische Gesellschaft“. Dieser Satz hörte ich am 7. März vom Schuldirektor einer Knabenschule im Aqbar Jaber Flüchtlingscamp, kurz bevor wir eine Zeremonie zu Ehren der Lehrerinnen besuchen durften. Der 8. März 2017 wurde im palästinensisch kontrollierten Westjordanland zu Ehren des internationalen Frauentages als Feiertag erklärt. Aber wie ist denn der Alltag der Frauen im Westjordanland?

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Wohin sollen wir denn noch gehen? – Wir bleiben hier!

Titelbild: Rashed will sein einfaches Zuhause nicht wieder woanders aufstellen. ©EAPPI_SHögberg

Kaum zu glauben, schon sind zwei Wochen „im Terrain“ vorbei! Dabei habe ich das Gefühl, mit meiner Arbeit gerade erst begonnen zu haben. Doch wie meine Kolleginnen und Kollegen, die mit mir zusammen als EA (Ecumenical Accompagniers/ Ökumenischer BegleiterInnen) tätig sind, habe ich bereits viele Geschichten zu erzählen. Wie schon mehrmals in diesem Blog erwähnt ist unser Ziel hier, die Menschen im Westjordanland zu begleiten, den Alltag, ihre Sorgen und Freuden kennenzulernen und, allein mit unserer Präsenz, ihnen Schutz zu geben. Aber auch Hoffnung zu geben auf Frieden.

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