Archiv der Kategorie: Jordantal

Happy End in the Holy Land?

Beitragsbild: EA accompanies shepherds during the grazing. ©PhotoEAPPI_AGarcia

 “They are so happy”, tells me our driver.” Why?” I ask back. “Because the settlers did nothing when they saw you”.

Dear Readers, I must confess, my thoughts were mixed in that moment. It went well, I thought, but what if the settlers had started to hit? We would not been able to protect the shepherds. EA’s do not intervene, we are there, protect with our sheer presence, and observe, but we do not engage. From a human point of view, it is not always easy to deal in certain situations with this rule, but this rule has made possible to protect  many people for many years. Protective presence does work, as the following story will show you. The settlers did not attack, because we were there. May we have a happy end in the holy land?

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Frauen im Westjordanland: Vielfalt und Widerstand

Titelblatt: Jede Palästinenserin hat eine Widerstandsgeschichte zu erzählen. ©PhotoEAPPI_AGarcia

„Die Palästinenserin ist nicht nur Tochter, Mutter, Grossmutter, sie ist auch Lehrerin, Psychologin und vieles mehr, und spielt eine essentielle Rolle in unserer Gesellschaft. Sie ist in der Tat der Kern der palästinensische Gesellschaft“. Dieser Satz hörte ich am 7. März vom Schuldirektor einer Knabenschule im Aqbar Jaber Flüchtlingscamp, kurz bevor wir eine Zeremonie zu Ehren der Lehrerinnen besuchen durften. Der 8. März 2017 wurde im palästinensisch kontrollierten Westjordanland zu Ehren des internationalen Frauentages als Feiertag erklärt. Aber wie ist denn der Alltag der Frauen im Westjordanland?

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Wohin sollen wir denn noch gehen? – Wir bleiben hier!

Titelbild: Rashed will sein einfaches Zuhause nicht wieder woanders aufstellen. ©EAPPI_SHögberg

Kaum zu glauben, schon sind zwei Wochen „im Terrain“ vorbei! Dabei habe ich das Gefühl, mit meiner Arbeit gerade erst begonnen zu haben. Doch wie meine Kolleginnen und Kollegen, die mit mir zusammen als EA (Ecumenical Accompagniers/ Ökumenischer BegleiterInnen) tätig sind, habe ich bereits viele Geschichten zu erzählen. Wie schon mehrmals in diesem Blog erwähnt ist unser Ziel hier, die Menschen im Westjordanland zu begleiten, den Alltag, ihre Sorgen und Freuden kennenzulernen und, allein mit unserer Präsenz, ihnen Schutz zu geben. Aber auch Hoffnung zu geben auf Frieden.

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Al Hadidiya – Eine Hirtengemeinschaft im Visier Israels

Die anfängliche Ruhe im Jordantal am Anfang meines Einsatzes ist nun endgültig einem immer grösser werdenden Sturm gewichen.

Abu Sakr, den ich in meinem ersten Blogeintrag „Steine für den Frieden?!“ kurz porträtiert habe und für den Bleiben der beste Widerstand ist,  und seine Hirtengemeinschaft Al Hadidiya sind ein weiteres Mal im Visier der Israelischen Behörden und der Armee. Die Existenz dieser Gemeinde war seit längerem bedroht. Insgesamt wurden in Al Hadidiya bereits 13 Mal verschiedene Bauten zerstört, alle noch stehenden Gebäude hatten seit längerem Zerstörungsbefehle, die teilweise für mehrere Jahre eingefroren werden konnten, jedoch jeden Moment umgesetzt werden konnten.

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Sonnen- und Schattenseiten des Jordantals

Das Jordantal erstreckt sich vom See Genezareth im Norden Israels bis hinunter zum Toten Meer. Über weite Teile liegt es in der 1967 von Israel besetzten West Bank und bildet die Grenze zum benachbarten Jordanien. Es macht rund 30% der West Bank aus. Aufgrund seiner Lage, seines fruchtbaren Bodens und seines Klimas ist es äusserst geeignet für die landwirtschaftliche Nutzung. Deshalb wird es von seinen BewohnerInnen auch als „Früchtekorb“ der Region bezeichnet. Das Jordantal wird hauptsächlich von in Dörfern lebenden PalästinenserInnen sowie von Beduinen- und Hirtenfamilien bewohnt.

Hirte unterwegs mit seiner Herde im Jordantal ©EAPPI/2015
Hirte unterwegs mit seiner Herde im Jordantal ©EAPPI/2015

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Militärtraining im Jordanvalley

„Unsere wichtigste Strasse und die Wasserleitung wurde im Militärtraining zerstört“

Die Bevölkerung im Jordantal ist beunruhigt. Vom 2. Mai bis 6. Mai 2015 ist ein grösseres Militärtraining als alle bisherigen angekündigt. 56 Prozent der Hirten- und Beduinenfamilien in der Area C im Jordan Valley leben angrenzend an die militärischen Zonen. Sie sind von den vielfältigen Einschränkungen wie Weideverbot und Ausgangssperren in den militärischen Zonen ständig betroffen. Die Militärtrainings starten jeweils im Winter und dauern bis in den späten Frühling.

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Hirten und Beduinen in der Nähe der militärischen Zonen wissen, was ein Militärtraining bedeutet:

• Hunderte von Panzern, Militärfahrzeugen und Helikoptern, die Weideland und Ernte zerstören.

• Evakuierungen vieler Familien, was bedeutet, mit den Kindern und Tieren die Unterkünfte von 06.00 Uhr morgens bis 06.00 Uhr abends zu verlassen und in einem anderen Dorf den ganzen Tag in der Hitze auszuharren.

• Keine Schulbesuche weil die Zugänge abgesperrt sind.

• Abgebrannte Weiden und Felder und danach der Kauf von Futter für die Tiere.

• nicht explodierte Minen auf dem Weideland und den Feldern, höchste Gefahr für Menschen und Tiere.

Was sie nicht wissen ist, was ein noch grösseres Militärtraining als die bisherigen bedeutet. Und davor haben sie Angst und sind verunsichert. Einige sind wütend. Die SiedlerInnen in der Nähe der militärischen Zonen sind von den Einschränkungen nicht betroffen. Sie können ihr Land ungehindert kultivieren und den gewohnten Alltag in ihren meist noblen Häusern weiter leben.

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Jordantal

Die Konfiszierung und Umzonung von Land in palästinensischem Besitz ist eines der grössten Probleme der Bevölkerung, die im besetzten Jordantal lebt. Diese Strategie hat dazu geführt, dass rund 94% des Landes im Jordantal nicht mehr zugänglich ist für die PalästinenserInnen, die es besitzen. Die gewaltsame Vertreibung von PalästinenserInnen aus ihre Dörfern und von ihrem Land hat zum Ziel, ganze Zonen zu militärischem Übungsgelände für die israelische Armee umzufunktionieren oder für den Ausbau von Siedlungen zu nutzen. Der Gebrauch unterirdischer Wasserressourcen durch die gemäss internationalem Recht illegalen israelischen Siedlungen bringen die landwirtschaftliche Produktion zum Stillstand und verunmöglichen jegliche wirtschaftliche Entwicklung für die PalästinenserInnen in der Region.

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